Vortrag: Zwischen Weiterbehandeln und Loslassen – Entscheidungen auf der Intensivstation
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Aus der Vortragsreihe "Forum gesund bleiben - gesund werden": Zwischen Weiterbehandeln und Loslassen – Entscheidungen auf der Intensivstation – Behandlungsziele am Lebensende und palliative Therapie
Im Rahmen der Vortragsreihe „gesund werden gesund bleiben“ lädt das St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung zu einem Vortrag ein, der sich einem Thema widmet, das viele Menschen bewegt und zugleich oft mit Unsicherheit verbunden ist: den Entscheidungen auf der Intensivstation am Lebensende.
Unter dem Titel „Zwischen Weiterbehandeln und Loslassen: Entscheidungen auf der Intensivstation – Behandlungsziele am Lebensende und palliative Therapie“ spricht Dr. med. Hans Voigtmann, Sektionsleiter der Intensivstation, am Mittwoch, 10. Juni, um 18 Uhr im Bistro JOKBAR des St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung über Möglichkeiten, Grenzen und Verantwortung moderner Intensivmedizin. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Vortrag richtet sich an Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle Interessierten, die mehr darüber erfahren möchten, wie Entscheidungen in kritischen Krankheitssituationen getroffen werden.
Die moderne Intensivmedizin verfügt heute über große therapeutische Möglichkeiten. Gleichzeitig stellt sich immer wieder die Frage, wann medizinische Maßnahmen sinnvoll sind und wann nicht mehr die maximale Therapie, sondern Lebensqualität und Wohlbefinden im Mittelpunkt stehen sollten.
Dr. Voigtmann erläutert verständlich und praxisnah, dass Intensivmedizin weit mehr bedeutet als den Einsatz moderner Technik. Entscheidend sei vielmehr, gemeinsam mit Patientinnen, Patienten und Angehörigen individuelle Behandlungsziele zu entwickeln. Dabei spielen Alter, Vorerkrankungen, persönliche Wünsche und realistische Erfolgsaussichten eine wichtige Rolle.
Ein Schwerpunkt des Vortrags liegt zudem auf Patientenverfügungen und deren Bedeutung im klinischen Alltag. Darüber hinaus wird die palliative Therapie auf der Intensivstation thematisiert. Dabei gehe es nicht um ein „Aufgeben“, sondern um eine bewusste medizinische Begleitung mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern, Würde zu bewahren und belastende Übertherapien am Lebensende zu vermeiden.
Die Veranstaltung möchte Raum für Information, Austausch und offene Fragen schaffen und dazu beitragen, Berührungsängste gegenüber dem Thema abzubauen.