Die Menschenwürde ist im Mittelpunkt St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung

Pressemitteilung

Die Menschenwürde ist im Mittelpunkt

St. Josef Krankenhaus Balserische Stiftung Gießen unterzeichnet „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ / Keine Tötung auf Verlangen legalisieren

Gießen, 28.02.2018 (sem). Das Patientenwohl steht im christlichen St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung im Mittelpunkt. Aus diesem Grund wurde jetzt die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ unterzeichnet. „Wir wollen unsere christlichen Werte auch im Umgang mit diesen Patienten dokumentieren, daher haben wir die Charta unterschrieben“, sagte Geschäftsführer Andreas Leipert. Das Dokument haben der Ärztliche Direktor, Priv-Doz. Dr. med. Klaus Ehlenz, Geschäftsführer Andreas Leipert, Hausoberin Schwester Theresa und Pflegedirektorin Simone Maikranz Mitte Februar unterzeichnet.

Die Charta ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bundesärztekammer, des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Die Charta setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Die fünf Leitsätze der Charta formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei immer der betroffene Mensch.

Im ersten Leitsatz wird festgestellt, dass jeder Mensch ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen hat. Der Mensch müsse darauf vertrauen können, dass er in seiner letzten Lebensphase mit seinen Vorstellungen, Wünschen und Werten respektiert wird und dass Entscheidungen unter Achtung seines Willens getroffen werden. Explizit widersetzen sich die Autoren der Charta im ersten Leitsatz der Legalisierung der Tötung auf Verlangen: „Wir werden uns dafür einsetzen, ein Sterben unter würdigen Bedingungen zu ermöglichen und insbesondere den Bestrebungen nach einer Legalisierung der Tötung auf Verlangen durch eine Perspektive der Fürsorge und des menschlichen Miteinanders entgegenzuwirken. Dem Sterben als Teil des Lebens ist gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.“

Der zweite Leitsatz thematisiert die Anforderungen an die Versorgungsstrukturen. Im dritten Leitsatz wird auf die Anforderungen an die Aus-, Weiter- und Fortbildung des medizinischen und pflegerischen Fachpersonals eingegangen. Im St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung wird gerade dieser Aspekt insbesondere im Hinblick auf das Training multiprofessioneller Teams besonders betont. Im vierten Leitsatz fordern die Autoren, dass im Bereich Palliativversorgung weiter intensiv und interdisziplinär geforscht wird. Im fünften und letzten Leitsatz wird die europäische und internationale Dimension der Palliativversorgung beschrieben.

Weitere Infos: www.charta-zur-betreuung-sterbender.de

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