Auszeichnung der Fachabteilung Allgemein- und Visceralchirurgie des St. Josefs Krankenhaus Balseris… St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung

Drei Bäumchen für den Leistungsbereich "Verschluss eines Leistenbruchs"

Auszeichnung der Fachabteilung Allgemein- und Visceralchirurgie des St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung für überdurchschnittlich gute Qualität durch die AOK Hessen

Gießen, 22.06.2020. Ein Leistenbruch (Leistenhernie) entsteht, wenn Schichten der Bauchwand den Leistenkanal durchbrechen. Es bildet sich – meist bei männlichen Patienten - eine sackartige Ausstülpung nach außen, die sich oft nach innen wegdrücken lässt. Die Fachabteilung „Allgemein- und Visceralchirurgie“ unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Torsten Brückner wurde für überdurchschnittlich gute Qualität durch die AOK Hessen im Leistungsbereich „Verschluss eines Leistenbruchs“ ausgezeichnet. Somit hat das St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung im Verfahrensjahr 2019 nach der QSR-Methodik (Qualitätssicherung mit Routinedaten) der AOK mit einem überdurchschnittlich guten Ergebnis abgeschnitten.

„Wir freuen uns, dass wir alle drei Bäumchen im Leistungsbereich ‚Verschluss eines Leistenbruchs‘ erreicht haben. Dieses überdurchschnittliche Ergebnis spiegelt die hohe medizinische Qualität in der Hernienchirurgie im St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung wider“, freut sich Chefarzt Dr. Brückner. 2018 wurde die Fachabteilung durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Visceralchirurgie zum „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“ zertifiziert. „Die drei grünen Bäumchen sind eine weitere Bestätigung der hervorragenden Arbeit, die unser medizinisches Fachpersonal bei uns leistet“, betont der Chefarzt. Zudem belegt die Auszeichnung: Das St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung gehört im Leistungsbereich „Verschluss einer Leistenhernie“ zu den bundesweit besten 20 Prozent aller bewerteten Kliniken, also auch zu denen mit den niedrigsten Komplikationsraten nach der Operation.

Warum das so wichtig ist, unterstreicht Dr. Roland Strasheim, Krankenhaus-Chef der AOK Hessen: „Die von uns ausgezeichneten Kliniken leisten hervorragende Qualität in der Medizin. Leider behandeln nicht alle Kliniken in Hessen auf dem gleichen hohen medizinischen Standard. Daher möchten wir die Patientinnen und Patienten im Vorfeld gut und umfassend informieren.“ Denn unzureichende Behandlungsqualität hat nicht nur negative Folgen für die Betroffenen. Auch das gesamte Gesundheitssystem leide, weil durch unnötige Folge-Eingriffe oder -Behandlungen vermeidbare Kosten entstünden. Dr. Strasheims Fazit: „Einen vorgesehenen Eingriff einfach in der nächstgelegenen Klinik vornehmen zu lassen, kann zum Risiko werden – wenn man nichts über die dortige Behandlungsqualität weiß.“

Die Auszeichnung wurde von Ralf Schmidt und Paulina Hauf (beide vom Krankenhausverhandlungsmanagement, AOK ) an Dr. med. Torsten Brückner (Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie), PD Dr. med. Klaus Ehlenz (Ärztlicher Direktor und Chefarzt Diabetologie, Endokrinologie und Stoffwechsel), Andreas Leipert (Geschäftsführer) und Christian Uloth (Verwaltungsleiter) übergeben.

Der AOK-Krankenhausnavigator zeigt an: Je mehr AOK-Bäumchen – desto höher die Qualität

Nachzulesen sind die Ergebnisse im AOK-Krankenhausnavigator www.aok.de/krankenhausnavigator. Die kostenlose Orientierungshilfe im Internet liefert auf Basis der „Weißen Liste“ wertvolle und aussagekräftige Informationen über die tatsächlichen Behandlungsergebnisse von Kliniken. Zur Messung der Qualität verwendet die AOK Hessen das Verfahren „Qualitätssicherung mit Routinedaten“ (QSR). Patienten können sich für verschiedene Eingriffe und Behandlungsmethoden eine Bewertung anhand von Symbolen anzeigen lassen. Je nach Abschneiden kann eine Klinik ein, zwei oder drei Lebensbaumsymbole für unterdurchschnittliche, durchschnittliche oder überdurchschnittliche Qualität erhalten. Der Krankenhausnavigator ist außerdem Entscheidungshilfe für
zuweisende Ärzte.

Das QSR-Verfahren ermöglicht durch Auswertung von Abrechnungsdaten der Kliniken und niedergelassenen Ärzte eine Messung der Behandlungsqualität über den eigentlichen Krankenhausaufenthalt hinaus: Berücksichtigt werden auch Komplikationen und Folgeereignisse wie Revisions-OPs, die innerhalb eines Jahres nach der Entlassung des Patienten auftreten. Ein aufwändiges statistisches Verfahren, das unter anderem Alter, Geschlecht und bereits bestehende Grunderkrankungen der Patienten berücksichtigt, sorgt für einen fairen Vergleich der Kliniken. Das Verfahren zur Qualitätssicherung mit Routinedaten wird unter BEteiligung von FAchexperten der jeweiligen medizinischen Fachgebiete ständig weiterentwickelt und ausgebaut.

2019 neu hinzugekommen sind Leistenbruch-OPs und Hüftprothesenwechsel. Insbesondere bei Letzteren lohnt sich ein genauer Blick, weil dieser Eingriff laut AOK-Krankenhausnavigator nur von wenigen Häusern in Hessen mit guter Qualität durchgeführt
wird.

Foto: PD Dr. med. Klaus Ehlenz (Ärztlicher Direktor und Chefarzt Diabetologie,
Endokrinologie und Stoffwechsel), Christian Uloth (Verwaltungsleiter), Andreas Leipert
(Geschäftsführer), Ralf Schmidt (Krankenhausverhandlungsmanagement, AOK),
Dr. med. Torsten Brückner (Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie),
und Paulina Hauf (Krankenhausverhandlungsmanagement, AOK) ) (von links nach rechts). CR: Jokba

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