Interview mit Michael Tuna, Vorstand der Balserischen Stiftung

Interview mit Michael Tuna, Vorstand der Balserischen Stiftung

Michael Tuna, Vorstand Balerische Stiftung und Stv. Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung der St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung g GmbH
Michael Tuna, Vorstand Balserische Stiftung

Redaktion (Red.): Vor 10 Jahren haben Sie Ihre damaligen Krankenhäuser zusammengeschlossen. War die Fusion aus heutiger Sicht betrachtet, ein Erfolg?

Hr. Tuna: Die Fusion beider Häuser muss als Erfolg bezeichnet werden. Beide Häuser konnten ohne Verwerfungen und ohne Personalabbau zu einem modernen, wirtschaftlich gesunden Haus vereinigt werden, welches alle anstehende Aufgaben gut bewältigen kann.

 

Red.: Was hat die damaligen Träger damals dazu bewogen, ihre wirtschaftlich gesunden, selbstständigen Krankenhäuser zusammen zu führen?

Hr. Tuna: Ich hatte die Fusionsverhandlungen aktiv als juristischer Berater auf Seiten der Balserischen Stiftung begleitet. Damals war allen Beteiligten klar, dass aufgrund der seinerzeitigen politischen Situation kleine Häuser keine Zukunft haben werden.

 

Red.: Wie haben Sie die Fusion der beiden Krankenhäuser erlebt?

Hr. Tuna: Als aktiver Bestandteil der Verhandlungsdelegation war die Zeit der Fusion, insbesondere vor Vollendung, spannend aber auch sehr arbeitsintensiv. Es mussten die wechselseitigen wirtschaftlichen Interessen zusammengeführt werden, aber auch das christliche Leitbild des St. Josefs mit dem weltlichen Leitbild der Balserischen Stiftung zueinander finden, was letztlich gut gelungen ist.

 

Red.: Welche Herausforderungen hat die Fusion mit sich gebracht?

Hr. Tuna: : Neben dem vorgenannten mussten die Beschäftigten bei der Vereinigung mitgenommen werden und ihnen die Ängste, welche bei jeder Fusion vorherrschen, genommen werden.

 

Red.: Welche Bedeutung hatte der Zusammenschluss für das Personal?

Hr. Tuna: Gerade auf Seiten der Beschäftigten der Balserischen Stiftung gab es erhebliche Ängste, dass es zu einem Arbeitsplatzabbau und zu Einschränkungen einzelner Arbeitsrechte (unterschiedliche Tarife) kommen könnte. Diesen haben wir entgegengewirkt, in dem wir eng mit dem Betriebsrat der Balserischen Stiftung zusammengearbeitet haben, zahlreiche Betriebsvereinbarungen geschlossen haben und den betrieblichen Kündigungsschutz über das gesetzliche Maß hinaus verlängert haben.

 

Red.: Was hebt das St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung hervor, was ist das Besondere an diesem Krankenhaus?

Hr. Tuna: Das Menschenbild beider Gesellschafter, das maßgeblich von zwei starken Frauen, Mutter Alfons Maria Eppinger auf Seiten des St. Josefs Krankenhauses und Emilie Gräfin von Görlitz auf Seiten der Balserischen Stiftung, begründet ist und welches von allen Beschäftigten im Hause aktiv gelebt wird.

 

Red.: Welche Zukunft hat das St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung?

Hr. Tuna: Es bestehen gute Zukunftsaussichten, da sich das Haus stetig weiterentwickelt und auch aufgrund der gesunden wirtschaftlichen Situation in der Lage ist, entsprechend notwendige räumliche Erweiterungen (Aufstockung) zu leisten. Darüber hinaus genießt das Haus aufgrund seiner fachlichen Expertise und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die trotz der arbeitsintensiven Tätigkeit immer ein offenen Ohr für die Patienten haben, in der Bevölkerung hohe Wertschätzung.

 

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