Zertifiziertes AltersTraumaZentrum DGU®

Mit zunehmendem Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt die Anzahl typischer Verletzungen des betagten Patienten. Dabei werden die Menschen nicht nur älter, sondern sind auch zunehmend bis ins höhere Alter aktiv und selbstständig. Diese Entwicklung ist natürlich erfreulich, führt jedoch zu einer steigenden Anzahl von Verletzungen älterer Menschen.

Im Alter verändert sich die Zusammensetzung der Knochen – die Dichte, Festigkeit und Elastizität des Knochens nimmt ab. Dies wird als Osteoporose bezeichnet. Die Folge ist, dass schon ein kleiner Sturz zu schweren Verletzungen und Knochenbrüchen führen kann. Außerdem steigt mit höherem Alter die Häufigkeit von chronischen Erkrankungen, die Gangunsicherheit und erhöhte Fallneigung hervorrufen können.

Am häufigsten treten dann hüftgelenksnahe Brüche, Oberarmkopfbrüche, Wirbelkörperbrüche, Sprunggelenksbrüche und Brüche nahe dem Handgelenk auf. Zusätzlich liegen bei dieser Patientengruppe häufig Begleiterkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vor.

Schnelle Wiedereingliederung in den Alltag und Vermeidung von Pflegebedürftigkeit sind wichtig

Zwar ist auch die konservative Therapie oft eine Behandlungsalternative, jedoch ist bei älteren Patienten eine schnellere Wiedereingliederung in den Alltag wichtig. Die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit steht also im Vordergrund. Eine operative Versorgung mit schnellerer Nachbehandlung kann uns beim Erreichen dieses Zieles oft behilflich sein.

 

Angepasste Operationstechniken für betagte Patienten

Im Fall eines chirurgischen Eingriffes muss die Operationstechnik den Gegebenheiten angepasst werden. So werden im St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung zur Rekonstruktion insbesondere Prothesen und Implantate verwendet, die häufig minimal invasiv, also ohne große Schnitte eingebracht werden und durch eine gute Verankerung im Knochen eine hohe Stabilität und rasche Mobilisation ermöglichen. Zudem wählen wir Verfahren, die möglichst schonend für die umliegenden Weichteile sind.

Da beim älteren Patienten insbesondere die rasche Wiederaufnahme des Alltags und der Erhalt der Lebensqualität im Vordergrund stehen, erfolgt die Behandlung in enger Kooperation mit den anderen Fachabteilungen des Hauses, der Physiotherapie sowie unserer geriatrischen Fachabteilung.

Die Fachabteilung Alterstraumatologie wird vom Chefarzt der Unfallchirurgie Dr. med. Andreas Vorberg und dem Chefarzt der Geriatrie Dr. med. Stefan Steidl gemeinsam geleitet.

TGE - gTrägergesellschaft mbH für die Einrichtungen der Schwestern vom Göttlichen Erlöser  (Niederbronner Schwestern) X